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VPRT-Workshop: Handlungsoptionen Sendernetzbetrieb – Wahlmöglichkeiten haben sich vergrößert

05.11.2015

Welche neuen Organisationsmodelle für den Betrieb des Sendernetzes sind ab dem 1. Januar 2016 möglich? Der VPRT-Workshop „Handlungsoptionen Sendernetzbetrieb“ hat am 4. November 2015 in Berlin dargestellt und diskutiert, welche Möglichkeiten die Neuregulierung des Sendernetzbetriebes ab dem kommenden Jahr für Radiosender bietet, welche Punkte noch ungelöst sind und welche Optionen die passenden sein könnten.

Zu Beginn des Workshops stellten Sebastian Artymiak (VPRT, Leiter Medientechnologie) und Jürgen Hofmann (VPRT, Referent Recht) dar, welche Schritte die Regulierungsbehörden seit der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes 2012 vollzogen haben. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat seit der Gesetzesneufassung verschiedenste Konsultationen und Marktbetrachtungsverfahren durchgeführt, um zu ermitteln, welche Entgelte in welchen Schritten reguliert bzw. unreguliert bleiben sollen. Insbesondere die gesonderte Behandlung der Kosten für den Senderstandort hat die Ausformung der Handlungsoptionen komplexer gestaltet und führt nun dazu, dass sich das Bundeskartellamt die Praxis der Standortvermietung einer Betrachtung unterzieht.

Elisabeth Thullner vom Consulting-Büro TX-PLAN referierte anschließend über die drei Optionen, welche sich für die Radiounternehmen ab 2016 ergeben. Die Hörfunkveranstalter können zum einen bei ihrem bisherigen Sendernetzbetreiber bleiben. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, selbst als Radioveranstalter Halter der Frequenzzuteilung zu werden oder aber einem neuen Sendernetzbetreiber die Frequenzzuteilung zu überlassen. Als dritte Option wurde der eigene Sendernetzbetrieb erläutert, wie ihn einige Radiosender in Baden-Württemberg verfolgen.

Anhand praktischer Beispiele wurde präsentiert, über welche Vor- und welche Nachteile die jeweiligen Konstellationen verfügen. Letztlich müssen die Radiosender anhand ihrer spezifischen Netzsituation beurteilen, welche Lösung die optimalste ist. Die anwesenden Sendervertreter äußerten sich positiv darüber, dass sich mit der Öffnung des Marktes im Sendernetzbetrieb die Wahlmöglichkeiten erweitert haben und Kostensenkungen möglich sein werden.

Ansprechpartner

René Böhnke

Senior Referent Medientechnologie & IT