Back to top

Kommissionsvorschlag zur Neuordnung des UHF-Bands vorgestellt

04.02.2016

Die EU-Kommission hat ihren Vorschlag für einen Beschluss über die Nutzung des UHF-Bands (470 – 790 MHz) vorgelegt. Der Plan sieht vor, dass ab 2020 die Frequenzen des 700-MHz-Bands (694 – 790 MHz) für den Mobilfunk bereitgestellt werden. Die Frequenzen unter 700 MHz (470 – 694 MHz) sollen hingegen weiterhin vorrangig für audiovisuelle Dienste bereitgestellt werden. Dabei gilt jedoch ein „flexibler Frequenznutzungsansatz“ für die Ausstrahlung des digitalen terrestrischen Fernsehens, der dem unterschiedlichen Bedarf in den einzelnen Mitgliedstaaten Rechnung tragen soll. Die Mitgliedstaaten können damit auf diesen Frequenzen neben dem Fernsehen auch andere elektronische Kommunikationsdienste genehmigen, sofern sich eine entsprechende Nutzung auf den Downlink beschränkt.

Dem Vorschlag der EU-Kommission zufolge soll das 700-MHz-Band bis spätestens zum 30. Juni 2020 in allen EU-Ländern für drahtlose Breitbandnetze zugewiesen werden. Dazu müssten die Mitgliedstaaten bis zum 30. Juni 2017 ihre nationalen Pläne für die Netzversorgung und die Freigabe dieses Frequenzbands beschließen und veröffentlichen. In Deutschland ist das bereits geschehen.

Ziel der Neukoordinierung ist es, mehr Bandbreite für die Breitbandkommunikation bereitzustellen. Dazu hatte eine Expertenkommission unter Leitung des früheren Kommissionsmitglieds Pascal Lamy bereits unter der vorherigen Kommission Vorschläge ausgearbeitet. Diese waren Grundlage einer öffentlichen Konsultation, an der sich auch der VPRT beteiligt hat.

Ansprechpartner

René Böhnke

Senior Referent Medientechnologie & IT