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VPRT auf ANGA COM und Medienforum NRW 2016 (VPRT-Jahresbericht 2016)

01.06.2017

„Kabel-Agenda 2018: Analogabschaltung und HD-Everywhere?“

Das Kabel ist der letzte Fernseh-Übertragungsweg, der noch nicht komplett digitalisiert ist. Wie die vollständige TV-Digitalisierung am interessengerechtesten erreicht werden kann, wurde am Eröffnungstag von ANGA COM und Medienforum NRW 2016 auf dem Panel von VPRT, ANGA COM und Deutsche TV-Plattform diskutiert. Zum Auftakt schilderte Günther Singer ( LIWEST Kabelmedien), wie sich in Österreich Netzbetreiber und Aufsichtsgremien auf ein Abschaltszenario inklusive Kommunikationsstrategie verständigt haben. Darauffolgend bewerteten die Vertreter der TV-Sender und der Netzbetreiber die Situation in Deutschland. Dr. Michael Müller (ProSiebenSat.1) plädierte für die Nutzung der Vorteile der Digitalisierung, wies aber auch auf die komplexe Situation mit der Wohnungswirtschaft hin. Stefan Liebig (VIACOM und Leiter des VPRT-Arbeitskreises Sparten- und Zielgruppensender) forderte insbesondere mit Blick auf die kleineren im analogen Kabel verbreiteten Sender die Bildung eines Runden Tisches, an dem alle maßgeblichen Protagonisten vertreten sein sollen. Dr. Annette Schumacher (Vodafone Kabel Deutschland) sagte, dass man in Deutschland noch „ein Stück weit vom Konsens entfernt“ und mit der Wohnungswirtschaft eine Verständigung zu finden sei. Derzeit besitze der analoge Kabelmarkt zumindest noch eine nicht zu unterschätzende Größe, betonte Stefan Beberweil (Tele Columbus).

Der Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA), Martin Heine, stellte in Aussicht, unter der Federführung der Landesmedienanstalten einen Runden Tisch ins Leben zu rufen, „um das Thema voranzubringen und einen Konsens zu erarbeiten“. Aus seiner Sicht gelte es, grundsätzlich die Anbieter- und Angebotsvielfalt zu wahren. Aber auch auf die Bedenken der Wohnungswirtschaft sollte eingegangen werden.

 

Ansprechpartner

René Böhnke

Senior Referent Medientechnologie & IT