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Streit um Analogabschaltung im Kabel

05.02.2014

Die sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) hat in einem Schreiben an die Kabelnetzbetreiber darauf hingewiesen, dass das geltende Privatrundfunkgesetz ein Ende der analogen Verbreitung von Rundfunk und Telemedien im Kabel bis zum 31. Dezember 2014 vorsieht. Ab diesem Datum sei ausschließlich und ausnahmslos die Verbreitung von digitalen Programmen über das TV-Kabel gestattet.

Die großen Kabelnetzbetreiber halten einen Ausstieg aus der analogen Kabelübertragung Ende 2014 in Sachsen derzeit nicht für realistisch. Wie Kabel Deutschland und Tele Columbus mitteilten, sei der Anteil der analogen Kabelhaushalte mit rund 40 Prozent noch zu hoch. Sinnvoll sei – genauso wie bei der Analogabschaltung bei der Satellitenübertragung – ein Digitalisierungsgrad von mindestens 80 Prozent.

Der Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK) hatte hingegen mitgeteilt, dass der Großteil der mittelständischen Kabelnetzbetreiber in Deutschland für eine Abschaltung des analogen Kabelfernsehens Ende 2014 bereit sei.

Ob es tatsächlich Ende 2014 zu einer Abschaltung kommt, sei unklar. Bereits in der Vergangenheit habe der Gesetzgeber das Datum für eine Analogabschaltung mit Blick auf den nicht ausreichend hohen Digitalisierungsgrad verschoben, hieß es von den Kabelnetzbetreibern weiter.

Ansprechpartner

René Böhnke

Senior Referent Medientechnologie & IT