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Geringe Zunahme bei Beschwerden über Werbung im ersten Halbjahr 2016

18.08.2016

Die Zahl der gegenüber dem Deutschen Werberat kritisierten Werbemaßnahmen ist im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Insgesamt prüfte die Selbstkontrolleinrichtung Beschwerden über 365 Werbeaktivitäten (+43), von denen jedoch nur 223 (+11,5 %) in die Kompetenz des Gremiums fielen. In rund zwei Dritteln der Fälle (161; Vorjahr: 152) teilte der Werberat die Kritik nicht und sprach die beklagten Unternehmen frei. Von den verbleibenden Kampagnen wurden in 47 Fällen die Werbung eingestellt (37) oder geändert (10), in 15 Fällen musste der Werberat eine öffentliche Rüge aussprechen.

Vor allem geschlechterdiskriminierende Werbung stand im Fokus der Kritik. Allein 147 kritisierte Werbesujets fielen in diesen Bereich, ein Drittel davon (48) wurde vom Werberat beanstandet. Weitere Kritikpunkte waren Diskriminierung von Personengruppen (19 Fälle), Ethik und Moral (16 Fälle), Nachahmung gefährlichen Verhaltens (10 Fälle) sowie Entwicklungsbeeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen (9 Fälle).

Die Steigerung der Beschwerdezahlen ist ein Beleg für die steigende Bekanntheit des Werberats. Dennoch ist die Zahl von 15 Rügen in Relation zu über 3 Millionen Werbemaßnahmen sehr gering. Für die übergroße Mehrheit der Unternehmen sind die Verhaltensregeln des Werberats und seine Spruchpraxis eine zentrale Richtschnur. Der VPRT ist über den ZAW Mitträger des Deutschen Werberates.

Ansprechpartner

Frank Giersberg

Geschäftsführer