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Deutsche Content Allianz (VPRT-Jahresbericht 2017)

20.06.2018

Digital ist mehr als Technik: Kulturelles Ökosystem braucht fairen Wettbewerb

Die Plattform „Kultur und Medien“ des Digital-Gipfels der Bundesregierung widmete sich 2017 dem „Kreativen Schaffen im digitalen Zeitalter“. Auf der Veranstaltung ­diskutierten Vertreter der Politik und der Inhaltebranche über die Transformation der Medienlandschaft und Kreativwirtschaft durch die Digitalisierung. Die Mitglieder der Plattform „Kultur und Medien“ sind neben der Deutschen Content Allianz (DCA) die Beauftragte der ­Bundesregierung für Kultur und Medien, der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (seit 2018 game), der Deutsche Kulturrat und die Initiative Urheberrecht.
Der Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Dr. Günter Winands, unterstrich, wie wichtig es sei, auf dem Digital-Gipfel auch die Perspektive und Bedeutung der Inhalte hervorzuheben. Er betonte, dass die Ergebnisse der Bund-Länder-Kommission konsequent umzusetzen und auch zukünftige Maßnahmen von Bund und Ländern besser zu verzahnen seien. Die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab bekräftigte, dass Digitalisierung mehr als Technik sei. Jürgen Doetz, Bevollmächtigter des VPRT für die DCA / Koordinator der DCA, lenkte den Blick auf die zentrale Rolle der Kultur- und Medienlandschaft im Diskurs über die Digitalisierung der Gesellschaft. Nico Hofmann (UFA), sieht positive Impulse durch die Digitalisierung, da sie für einen Schub bei der Beauftragung von Produktionen sorgt. Er mahnte aber auch, dass die Kreativwirtschaft bei Plattformen eine europäische Lösung benötigt. Die Rolle der Urheber hoben der Intendant der Stiftung Berliner Philharmoniker, Martin Hoffmann, und die Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai hervor. Udo Röbel, Journalist und Autor, sah es als notwendig an, der Digitalisierung mit Mut und Weitsicht zu begegnen.