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Studie: Deutsche Verbraucher sind souverän und gut informiert

08.06.2016

Die deutschen Verbraucher fühlen sich bei ihren Kaufentscheidungen sicher und gut informiert. Das geht aus einer aktuellen Allensbach-Befragung zur Souveränität der Bürger bei ihren Kaufentscheidungen im Auftrag des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hervor. Bei Produkteinkäufen seien die Verbraucher erfahren, selbstbewusst und meist auch gut informiert, erklärte Professor Renate Köcher beim ZAW-Plenum der Werbung. Ihnen sei die Vielfalt der Warenwelt bekannt und sie navigierten darin mit Souveränität. In der Untersuchung gaben 58 Prozent der Befragten ab 16 Jahren an, sich bei Kaufentscheidungen sicher zu sein. Nur 8 Prozent erklärten, sich öfter unsicher zu sein.

Der Hauptgeschäftsführer des ZAW, Manfred Parteina, stellte in diesem Zusammenhang die Frage in den Raum, warum Teile der Politik dem Bürger die Fähigkeit, entspannt und souverän mit Werbung und Kaufentscheidungen umzugehen, absprechen. Staatlich aufgedrängter Verbraucherschutz passe nicht in die Gesellschaft, bremse die Eigenverantwortung und hemme Innovationskräfte.

Vor allem beim Kauf von Lebensmitteln, Büchern und Kleidung fühlen sich die Deutschen sicher, die größte Unsicherheit herrscht hingegen bei Aktien, Geldanlagen und Versicherungen. Unterschiede stellten die Forscher zwischen den Geschlechtern fest: Während bei Männern auch elektische Geräte, Technische Produkte und Autos weit oben rangieren, fühlen sich Frauen bei Accessoires, Pflegeprodukten, Uhren und Schmuck sicherer.

Wichtigste Informationsquelle zu Produkten sind für die Deutschen Freunde und Bekannte. 78 Prozent gaben an, persönliche Erfahrungen von Freunden und Bekannten in die Entscheidung mit einzubeziehen. Werbung folgt mit 53 Prozent auf Rang 2, während  Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter hier nur wenig Beachtung finden.

Der VPRT gehört als Trägerverband des ZAW zu den Unterstützern der Studie.