Back to top

Neuer Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung

17.05.2011

Berlin, 17. Mai 2011: Der regelmäßige Konsum von Alkohol, Nikotin und Cannabis geht in Deutschland weiter zurück.

Am 17. Mai 2011 wurde in Berlin der neue Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, vorstellte. Nachaktuellen Befragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung tranken 2010 13 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal in der Woche Alkohol. 2004 waren es noch 21 Prozent gewesen. Auch der Anteil der Jugendlichen, die rauchen bzw. Cannabis konsumieren, ist deutlich auf 13 bzw. 10 Prozent gesunken.

Beim berüchtigten „Komasaufen“ gebe es allerdings keine Trendwende. Besorgniserregend ist zudem die Zunahme übermäßiger Computer- und Internetnutzung, die zu einem Abhängigkeitsverhalten führen könne.

Mit Blick auf das „pathologische Glücksspiel“ konstatiert der Bericht überdies, dass die verschiedenen rechtlichen Grundlagen und Zuständigkeiten für das Glücksspiel in Deutschland eine „Herausforderung für eine einheitliche und wirksame Suchtprävention“ seien.

Insgesamt sieht die Bundesdrogenbeauftragte die Drogen- und Suchtpolitik der christlich-liberalen Koalition auf einem guten Weg, was sie u. a. auf das Wirken von gezielten Präventionsmaßnahmen zurückführt. Künftig sollen die Maßnahmen noch genauer auf die Zielgruppen ausgerichtet werden, die durch problematisches Konsumverhalten auffallen.

Die Drogenbeauftragte hält damit derzeit an der gezielten Prävention fest, statt auf weitere Werbeverbote oder -beschränkungen zu setzen. Dieser Ansatz wird vom VPRT grundsätzlich unterstützt.