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AER diskutiert Radiobelange mit hochrangigen EU-Vertretern

20.02.2019

AER (Association of European Radios) vertritt 4.500 Radiosender in der Europäischen Union und in der Schweiz. Als deren Interessensvertretung nahm AER an dem Roundtable „Audiovisual Media and the Challenge of the Digital Revolution“ teil, zu dem die EU-Kommissarin Mariya Gabriel und Präsident des Europaparlaments Antonio Tajani geladen hatten. Julia Maier-Hauff, Generalsekretärin des AER und VAUNET-Europaexpertin dankte zunächst der Kommission, dass sie sich mit dem Treffen dem Problem des Level Playing Fields in Bezug auf die großen Internet-Plattform stellt. Dies sei umso wichtiger, da Radio und Fernsehen die Garanten für Meinungsvielfalt in einer demokratischen Gesellschaft sind.

Auffindbarkeit und Existenzabsicherung sind die größten Herausforderungen 

Der Verband begrüßt die Zusammenarbeit mit Kommission und Parlament im Hinblick auf Plattformen und Infrastruktur, liegen doch bei Zugang und Auffindbarkeit aktuell die größten Herausforderungen für Radiosender. Radioinhalte müssen auf allen Kanälen und Plattformen stattfinden, ganzgleich ob Kabel, Antenne oder Internet, betont der AER. Die faire Vergütung der Inhalteanbieter und deren Existenzabsicherung muss gewährleistet werden. Denn es besteht die Gefahr, dass die Werbeeinahmen größtenteils von Plattformen wie beispielsweise TuneIn eingestrichen werden und nicht den Radiosendern zufließen, die als Inhaltproduzent den eigentlichen Aufwand haben.

Rechtssicherheit und Werbefreiheit

Eine weitere Forderung des AER in Richtung der Kommission lautet: Radio braucht genau wie das Fernsehen einen stabilen urheberrechtlichen Rahmen, der die Besonderheiten der Radioprogramme berücksichtigt. Überbordende Verwaltungslasten und Rechtsunsicherheit für Rechteverwerter müssen verhindert werden, um auch kleinen und lokalen Radioprogrammen eine realistische Existenz zu ermöglichen.

Nicht zuletzt wurde vom AER nochmals unterstrichen, dass jedes Verbot oder jede Einschränkung von Werbung die Finanzierung von Radioprogrammen extrem einschränken könnten.

Ansprechpartner

Julia Maier-Hauff

Ressortleiterin Europarecht / Syndikusrechtsanwältin

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