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BZgA: Alkoholkonsum junger Menschen weiter rückläufig

19.05.2017

Einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge, geben nur noch zehn Prozent der 12- bis 17-Jährigen an, regelmäßig, d. h. mindestens einmal pro Woche, Alkohol zu trinken. Im Jahr 2004 waren es noch 21,2 Prozent und 1986 28,5 Prozent. Aktuell geben 13,5 Prozent der Jugendlichen an, sich mindestens einmal im letzten Monat in einen Rausch getrunken zu haben (2004: 22,6 Prozent), wobei nach wie vor das Rauschtrinken bei männlichen 12- bis 17-Jährigen (16,5 Prozent) weiter verbreitet ist als bei gleichaltrigen Mädchen (10,3 Prozent).

Beim Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen erreicht die BZgA-Statistik ebenfalls einen neuen Tiefststand. 30,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gaben an, regelmäßig, d. h. mindestens einmal pro Woche, Alkohol zu trinken. 1976 lag dieser Wert noch bei 70 Prozent.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), welche die Studienergebnisse öffentlich vorstellte, zeigte sich in ihrer Präventionsstrategie bestätigt. Sie sagte: „Dieser Trend kommt nicht aus dem Nichts, er ist auch das Ergebnis guter Aufklärungsarbeit. Die Kampagne ‚Alkohol? Kenn dein Limit.‘ ist ein zentraler Baustein unserer Präventionsstrategie. Sie ist deshalb so gut, weil sie ohne ‚erhobenen Zeigefinger‘ Wissen über die Wirkungen des Alkohols vermittelt.“

Die Leiterin der BZgA, Dr. Heidrun Thaiss, zeigte sich ebenfalls erfreut darüber, dass 36,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen angeben, noch nie Alkohol getrunken zu haben. Zudem trinken Jugendliche später als jemals zuvor den ersten Schluck Alkohol - aktuell mit 14,9 Jahren.

Für die Repräsentativbefragung wurden bundesweit 7.003 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.

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Ansprechpartner

Anne Peigné

European Affairs Manager

Tim Steinhauer

Referent Medienverantwortung und Programm